Montag, 18. August 2014

Zu Gast bei Grinsestern

Heute darf ich bei der lieben Anita von Grinsestern die Urlaubsvertretung machen und darüber freue ich mich sehr :) Schaut unbedingt mal rüber, es gibt jede Menge tolle Sachen zu entdecken und der Grinsesternladen ist voll mit bunten Herrlichkeiten für euch!

Ich habe mir für meinen Gastbeitrag ein kleines Tutorial einfallen lassen, welches ich natürlich auch hier mit euch teilen möchte. Dabei geht es um Mugrugs, oder einfach nur "Untersetzer" im Patchworkstil.


So Gefuzzel mit Stoffresten mag ich ja immer am Allerliebsten. Dabei wird zuerst stundenlang arrangiert, auch gern mal eine Weile liegen gelassen, später nochmal überarbeitet... bis alles passt. Das überlass ich natürlich ganz euch (unwillkürlich bunt sieht sicher auch total klasse aus!) und wie es nach der Stoffauswahl weiter geht, erkläre ich euch jetzt.




Viele bunte Webware-Reste
Unifarbene Webware als Rückseite
Fleece, Frottee oder ähnlich dicken Stoff als Füllmaterial
Vlies zur Stabilisierung
die üblichen Nähutensilien
einen Drucker zum Ausdrucken der Vorlage oder
Papier, falls ihr sie selbst aufzeichnen möchtet (die Maße findet ihr auf der Vorlage vermerkt)





Zuerst druckt ihr euch die Vorlage aus und schneidet die einzelnen Rechtecke aus.

Bitte beachten: Damit nachher alles zusammenpasst, ist hier eine Nahtzugabe von 1 cm bereits mit eingerechnet! Die Rechtecke sind mit den Ziffern von 1 bis 7 nummeriert und nach dieser Reihenfolge werden sie auch später zusammengenäht. Also 1 und 2. Dann dieses Teil mit Rechteck Nr. 3, etc. So entsteht nach und nach die Oberseite der Untersetzer, die dann auch bei jedem gleich aufgebaut ist.


Nun sucht ihr euch eure gewünschten Reststückchen für die Oberseite zusammen und schneidet diese mit Hilfe der Papierrechtecke zu. Falls ihr mehrere Untersetzer gleichzeitig zuschneiden wollt, macht euch am besten nummerierte Stapel, um danach nicht durcheinander zu kommen. Also alle Nr1-Rechtecke aufeinander, alle Nr2-Rechtecke zusammen, etc.

Jetzt fehlen noch die Rückseite, das Vlies und die Füllung. Auch diese werden ohne zusätzlicher Nahtzugabe zugeschnitten.

Dann gehts zur Nähmaschine. Legt Rechteck Nr 1 rechts  auf rechts auf R2 und näht eine der langen Kanten zusammen. Dreht das Gesamtstück um und macht mit R3 weiter. Achtet dabei darauf, dass ihr die Nahtzugaben der Nähte, die ihr kreuzt, auseinander faltet, so dass kein Wulst entsteht. Weniger geübte Näher können auch nach jeder Naht die Nahtzugaben auseinander bügeln und dann mit der nächsten Naht weiter machen. So arbeitet ihr euch nun bis zu R7 durch. Solltet ihr dazwischen nicht gebügelt haben, seid ihr spätestens jetzt an der Reihe ;) Achtet darauf, dass eure Oberseite überall so eben wie möglich ist.



Die Fülleinlage ist etwas kleiner als die restlichen Schichten, damit ein Aufplustern an den Kanten vermieden wird. Näht das Vlies mit einem großen "Z" direkt an die Füllung fest, damit sich später nichts verschiebt und der Untersetzer auch beim Waschen in Form bleibt. Die Füllschicht sollte hier mittig auf dem Vlies liegen.

So sehen eure Teile nun aus:


Genau in dieser Reihenfolge, wie hier auf dem Bild ersichtlich, legt ihr die Schichten nun aufeinander:
Unterseite mit Oberseite rechts auf rechts und darüber die Vlies/Füllschicht. Dann näht ihr einmal rundherum und lasst eine ausreichend große Wendeöffnung.


Schneidet die Ecken knapp an der Naht ab, wendet den Untersetzer und steppt die Naht knappkantig ab. Dabei wird auch gleich die Wendeöffnung verschlossen.

Am Ende könnt ihr den gesamten Untersetzer noch mit Geradstich oder Zierstichen absteppen, das hält die Schichten besser zusammen und sieht gut aus :)


Ich hoffe, die Anleitung hat euch gefallen und wünsche euch viel Spaß beim Nachmachen.

Alles Liebe und Gute,


Montag, 11. August 2014

Streichelstoff-Mission absolut gelungen!

Es gibt Stoffe, die will keiner so recht haben. Dann gibt es Stoffe, die sind innerhalb von Minuten ausverkauft, weil ein riesen Hype drum herrscht. Es gibt Kombistoffe und Basicstoffe, die in jedem Nähhaushalt vorhanden sind.

Und dann gibt es da noch die versteckten Schätze. Meistens ältere Stoffe, mit denen einige gar nichts mehr anfangen können. Gut gehütete Meter, lange im Regal gereift. Stoffe, die man längere Zeit vergeblich sucht, bis sich dann doch mal ein anderer Liebhaber davon trennen kann. Die dann auch im heimischen Regal noch das eine oder andere Monat schlummern, bis sie den perfekten Schnitt gefunden haben, der zu ihnen passt. Und genau so einen Stoff habe ich vor Kurzem vernäht.

Das liebe Fräulein Rosa hat wieder mal zum Probenähen aufgerufen und zu diesem wundervollen Pulli passten die Sanetta-Äpfel einfach perfekt! Aber seht selbst:


Ich habe bisher nur die normale Pullivariante ohne Kapuze genäht, aber es gibt bei diesem Schnitt sooo viel mehr zu entdecken! Man kann sich richtig austoben: Pulli mit oder ohne Kapuze, Kurzhoody, Kurzweste, lange Weste, lange oder kurze Ärmel, Bauchtaschen der seitliche Eingrifftaschen, aus Sweat oder Jersey, mit niedrigem oder hohem Kragen (Sommer- oder Wintervariante)..... da hat man wirklich viel zu nähen, bis es mal langweilig wird (ich gebe zu, ich bin ja grundsätzlich der "Ich näh jeden Schnitt nur ein mal"-Näher. Aber es gibt durchaus Ausnahmen, bisher waren das FM Antonia, FM Hilde und FM Klein-Fanö. Nun darf sich der Bijou-Pulli dazu einreihen!)

Den Schnitt findet ihr im rosarosa-Dawandashop oder in Fräuleins eigenem Onlineshop. Klickt dazu am besten oben auf den Link, der zum rosarosa-Blog führt, denn dort gibts noch vieeeeele andere tolle Bijous zu sehen und dort findet ihr auch alle weiterführenden Links zu Fräulein Rosas Seiten :)

Und ich reih mich ein bei AppelKathas Apfel-Linkparty

Ich wünsche euch eine schöne Woche,
alles Liebe,